30.08.2010 - Jérémy Wehrmüller und Barbara Carpy zu Besuch bei Fa. Prahm in Groß-Rüde

 

Besuch aus Frankreich

Anlässlich der bevorstehenden vierten Austauschmaßnahme im Metallhandwerk waren Barbara Carpy und Jérémy Wehrmuller von den "Les Compagons du devoir" aus Angers zu einem Antrittsbesuch nach Schleswig gekommen. Madame Carpy hat kürzlich die pädagogische Leitung bei den "Compagnons" übernommen. Jérémy Wehrmuller, ist als "Maitre de stage" für die fachliche Ausbildung der Metalliers (Metallbauer) zuständig.

Grenzenlose BerufsAusbildung basiert auf der Einbindung der regionalen Wirtschaft! "Dabei läuft nichts ohne unsere Handwerksmeister", so Weiß. Alle berufsspezifischen, sprachlichen und kulturellen Inhalte der Maßnahme sind von den beteiligten Handwerkern und Berufsschullehrern gemeinsam erarbeitet worden. 

Im nächsten Jahr werden zwei Handwerksmeister und ein Berufsschullehrer die Metallbauer- und Feinwerkmechanikerlehrlinge mit nach Frankreich begleiten. "Es freut mich, wenn das regionale Handwerk die Ziele und Inhalte der GBA mit Interesse aufgenommen hat", so Projektleiter Rüdiger Weiß.


25. Juni 2010: Richtfest

D - F Lehrlingsaustausch im Zimmererhandwerk

"Die Anstrengungen haben sich gelohnt!", so Lehrwerkmeister Rainer Carlsen. Dem können alle Beteiligten nur zustimmen. Bereits zum zweiten Mal organisierten die Kreishandwerkerschaften Rendsburg-Eckernförde und Schleswig einen Lehrlingsaustausch im Bauhandwerk.

Auch wenn die Anmeldungen auf deutscher Seite zunächst sehr schleppend eingingen, haben letztlich insgesamt 13 Zimmerer-, 2 Maurer- und 1 Dachdeckerlehrling gemeinsam mit 13 französischen Charpentiers als Symbol der Einheit zwischen den Partnern zwei Globen angefertigt.

Nach der ersten gemeinsamen Projektwoche in der Lehrwerkstatt der Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde erlebten die Franzosen deutsches Familienleben und Kultur und arbeiteten mit ihrem Partner in dessen Betrieb.  

Die durchweg positiven Äußerungen über das Verhalten der Franzosen seitens der Gastfamilien sind mit ein Garant für den Erfolg. "Ich bin gerne bereit wieder einen Praktikanten in meinem Betrieb aufzunehmen", war ein häufig geäußerter Satz von den beteiligten Handwerksmeistern. "Die Jungs sind motiviert, sodass man auch mal ohne viel Worte miteinander arbeiten kann!"

Im Rahmen einer Willkommfeier begrüßte Georg Wilkens, Kreishandwerksmeister der KH RD-ECK, die Gäste im Beisein vieler Handwerksmeister, Eltern und Ehrengäste. Nach drei Wochen endete der Aufenthalt ebenso mit einer kleinen Abschlussfeier.

Alle beteiligten deutschen Lehrlinge haben eindeutig ihren Wunsch geäußert, am 14. November mit dabei sein zu wollen, wenn es zum Gegenbesuch nach Le Mans geht.

Beteiligte Handwerksbetriebe sind:

  1. Knutzen & Schleth GmbH, Kropp
  2. Eissing Dachtechnik GmbH & Co KG, Böklund
  3. Baugeschäft Grimm GmbH, Fockbek
  4. Baugeschäft Oldsen e. K. Taarstedt
  5. Kruse-Bau GmbH & Co KG, Aukrug-Bünzen
  6. Zimmerei Dach & Fach GmbH, Brekendorf
  7. G. Plikat GmbH & Co KG, Jevenstedt
  8. Zimmerei Arp GmbH, Wattenbek
  9. Bernd Krey Baugeschäft, Brammer
  10. Zimmerei Klaus Nelz GmbH, Bokelholm
  11. Zimmerei Rambadt GmbH, Breiholz
  12. Zimmerei Harald Rathje, Flintbek
  13. Zimmerei Zeller GmbH, Bordesholm
  14. Zimmerei Feldmann, Ulsnis

 


Feierten den Erfolg der neuen Auslandserfahrung für das Handwerk: Bruno Aubry aus Angers, Frankreich, Schleswigs Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner, Romy Freudenthal, Frederieke König, Björn Klitzke, Paul Muntanion, Max Kilders, Malte Jensen und David Schwarzkopf (von links). Foto: rw

Schleswiger Nachrichten, 01.02.2010 (jsr)

Schon 100 Azubis gingen zum Praktikum ins Ausland

Die "Grenzenlose Berufsausbildung" (GBA) ist ein Erfolgsmodell. Davon ist Ausbildungsleiter Rüdiger Weiß, überzeugt. Das Projekt der Kreishandwerkerschaft Schleswig ermöglicht seit zweieinhalb Jahren deutschen und ausländischen Lehrlingen, durch mehrwöchige Praktika Auslands- und Berufserfahrungen zu sammeln. Landesweit war die Kreishandwerkerschaft Schleswig die erste mit einem Programm dieser Art. Jetzt wurde in der Gaststätte "Am Runenstein" in Busdorf ein Jubiläum gefeiert: das 100. vermittelte Praktikum.

"Geht ins Ausland, man lernt nur Gutes." Paul Muntanion aus Jagel, Elektroniker-Lehrling der Firma Lilienthal in Silberstedt, ermuntert alle Lehrlinge zur Teilnahme an dem Programm. Er ist überzeugt von den Chancen, die die "Grenzenlose Ausbildung" (GBA) bietet. Paul hat das Angebot bereits zweimal wahrgenommen, er war je drei Wochen in Wien und in Bordeaux.

Hinter der GBA steht die Idee, internationale Erlebnisse in einer grenzüberschreitend verflochtenen Welt nicht mehr allein dem akademischen Nachwuchs zu überlassen. Das Projekt wird aus dem "Zukunftsprogramm Wirtschaft" des Landes gefördert und unterstützt von der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutsch-Französischen Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung sowie der Nord-Ostsee-Sparkasse.

"Die ersten Einhundert" feierte die Kreishandwerkerschaft mit vielen Gästen, da runter auch David Schwarzkopf aus Gelting. Er war der 100. Lehrling, der im Oktober und November 2009 ein dreiwöchiges Praktikum in Le Mans, Frankreich, absolvierte. David lernt den Beruf des Zimmermanns bei der Firma Pagenhagen in Mohrkirch. Auch er kam begeistert zurück. Er hatte nicht nur eine andere Kultur kennen gelernt, sondern auch das eher "traditionelle" Handwerk der französischen Ausbilder.

In den zurückliegenden zweieinhalb Jahren haben sich mehr als 50 Handwerksbetriebe aktiv an der GBA beteiligt. "Unsere kleinen internationalen Handwerksfamilien der GBA sind somit zum Botschafter eines vereinten Europas geworden", sagte Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner. Die neuen Perspektiven für die jungen Handwerker würden gleichzeitig den Stellenwert dafür heben, einen Handwerksberuf zu erlernen. Diese positive Entwicklung gelte es weiterhin auszubauen.

Zu Ehren des Gastredners der Veranstaltung standen die französische Trikolore und die deutsche Fahne auf dem Tisch. Bruno Aubry aus Angers/Frankreich, sprach über die Struktur der Ausbildung der "Les Compagnons du devoir". Die französische Gesellenvereinigung bildet nicht nur Handwerker in einem dualen System aus, sondern unterstützt sie auch auf ihrer Wanderschaft, der "Tour de France". Es sei eine Herausforderung, Fremdsprachen zu erlernen und andere Berufstechniken kennen zu lernen, sagte er.


Foto: Ehrung Handwerksmeister für besondere Verdienste im Projekt GBA
25.10.2009 - Ehrung, Landestheater Schleswig


Handwerksmeister geehrt

Anlässlich der diesjährigen zentralen Einschreibungsfeier im Landestheater ehrte die Kreishandwerkerschaft Schleswig 15 von insgesamt 50 Handwerksmeistern, die sich seit September 2007 an der Grenzenlosen BerufsAusbildung beteiligen.
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"Sie haben im Rahmen der Grenzenlosen BerufsAusbildung die Attraktivität und damit zugleich den öffentlichen Stellenwert des Handwerks nachhaltig gefördert", so Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner.

Projektleiter Rüdiger Weiß wies auf das besondere Engagement der Geehrten hin. Alle Handwerker haben bereits mehrfach eigenen Lehrlingen die Gelegenheit geboten berufliche Erfahrungen im Ausland zu sammeln. "Ihre Bereitschaft, neben einem Praktikumplatz häufig auch noch private Unterkunftsmöglichkeiten für Gastlehrlinge aus anderen Ländern zu bieten, kennzeichnet den Stellenwert der GBA im Handwerk! 

Geehrt wurden:
Holger Böttcher u. Hans Erichsen, Elektro Brix GmbH, Schleswig (Elektro)
Dirk Buchholz, Fa. Klaus Buchholz, Schleswig (SHK)
Frank Geerts, Fa. Geerts GmbH, Schleswig (SHK)
Siegfried Köppl, Uwe Lilienthal GmbH, Silberstedt (Elektro)
Carl Lorenz Munnecke, Fa. Metallgestaltung Munnecke, Struxdorf (Metall)
Sönke Petersen, Wasser- u. Schifffahrtsamt, Tönning (Metall)
Gerhard F. Pohl, Fa. Scheel & Hansen, Schleswig (SHK)
Dieter Prahm, Metallbau Prahm, Groß-Rüde (Metall)
Bernhard Rott, Bernhard und Silvia Rott GbR, Kappeln (SHK)
Peter Schulte, Fa. Schulte, Böklund (SHK)
Jürgen Simon, Simon Elektrotechnik GmbH, Schleswig (Elektro)
Arne Sörensen, Hermann Bartsch Ing. Nachf. Schleswig (Metall)
Ingwer Tams, Fa. Möller & Tams, Groß-Rheide (Bau)
Bernd Thies, Fa. Helmut Roggensack, Fleckeby (SHK)







3. Juli 2009 - Richtfest, Kreishandwerkerschaft Rendsburg

DIE WOCHENSCHAU Schleswig – 12.07.2009, RENDSBURG (böh)

Lehrwerkstätten der Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde

Deutsche und Französische Zimmerer lernen gemeinsam

Die Kreishandwerkerschaft Schleswig organisiert seit 2007 im Rahmen der Grenzenlosen BerufsAusbildung Austauschmaßnahmen für Lehrlinge mit der französischen Handwerkerorganisation „Les Compagnons Du Devoir“. Die Obermeister der beiden Bauinnungen Schleswig und Rendsburg haben nun ein gemeinsames Projekt in Angriff genommen. Derzeit findet in Rendsburg erstmals ein Deutsch-Französisches Austauschprogramm im Zimmerer-Handwerk statt. Elf französische Zimmerer-Lehrlinge aus der Region um Le Mans sowie ihr Ausbilder Francois Mercier waren eine Woche lang zu Gast in den Überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde.

Sie arbeiteten in der ersten Woche mit 13 deutschen Lehrlingen und deren Ausbilder Rainer Carlsen an einem gemeinsamen Projekt, nämlich dem Bau zweier baugleicher Fachwerkhäuser in traditioneller Handwerktechnik. Die Auszubildenden und konnten sich auch ohne viele Worte verständigen.

Gemeinsam arbeiten, gemeinsam lernen und auch voneinander lernen ist ein Hauptziel des Lehrlingsaustausches. So arbeiten grundsätzlich die deutschen und die französischen Lehrlinge in gemeinsamen Gruppen. Parallel zur Arbeit in der Werkstatt gab es in der ersten Woche einen begleitenden „Tandem-Sprachkurs“. Höhepunkt der ersten Woche war das Richtfest, eine Tradition, die in Frankreich nicht bekannt ist. So wurde der Richtspruch im Wechsel von einem deutschen und einem französischen Lehrling gesprochen, und folgerichtig wurden auch zwei Gläser zerschmettert. Der Besuch der Franzosen dauert insgesamt drei Wochen.

In den letzten 14 Tagen absolvieren die Gäste Praktika in deutschen Partnerbetrieben, meist in den Betrieben, in denen der deutsche Lehrling ausgebildet wird. Sie werden auch bei den deutschen Lehrlingen wohnen und am Alltagsleben der Familien teilnehmen.

Im Oktober fahren dann die deutschen Zimmerer-Lehrlinge nach Frankreich, um auch dort in der Ausbildungseinrichtung und in den Betrieben zu arbeiten.

Trotz vorhandener Sprachbarrieren gab es viel Gemeinsamkeiten, und Schleswiger, Rendsburger und Franzosen bildeten bunt gemischte Cliquen, so dass Sprachlehrer und Dolmetscherin genug zu tun hatten. Besonders angetan waren die Franzosen offenbar von der Kluft der deutschen Zimmerer und es scheint so, dass vor der Rückkehr nach Frankreich noch eine Sammelbestellung für diese typische Arbeitskleidung erfolgt. Das Deutsch-Französische Sekretariat fördert diese berufsspezifische Bildungsmaßnahme mit Kostenübernahme für Fahrt, Unterbringung und Verpflegung sowie Sprachkurs und sogar teilweise dem kulturellen Programm.

Die Erfahrungen dieses ersten Austausches sind sehr positiv. Es wird überlegt, das Angebot des Auslandsaufenthaltes grundsätzlich ins Programm der Berufsausbildung im Zimmerer-Handwerk aufzunehmen. In Frankreich ist das Auslandspraktikum bereits zwingend vorgeschrieben.